''Oft merken die Nachfahren erst nach dem Tod von Eltern und Großeltern, welches Wissen mit ihnen verloren gegangen ist. Deshalb kann es sich lohnen, wenn die Generationen über die Vergangenheit sprechen. Und dieses gelang sehr ausdrucksvoll den Zwillings-Schwestern Stephanie und Caroline Bergwinkl aus Vilsbiburg in ihrem Film ,,Vom Vergessen und Erinnern''. 
Der Kröninger- Saal des Vilsbiburger Museum konnte die Besucher kaum fassen; das Interesse war sehr groß. Und es ging im Film in erster Linie um die über 80 Jahre alte Oma Degenbeck aus Piesenkofen - was war ihr im Leben wichtig? Oma war schon immer eine gute Erzählerin und das wollten die beiden Filmemacher festhalten. Oma erzählt aus ihrem nicht immer leichten Leben und spricht in einem schönen ausdrucksvollen Bayrisch. Fotos werden angesehen und Oma erzählt zu vielen Bildern deren Inhalte. Dann kam sie auch auf einen Flugzeugabsturz einige einhundert Meter hinter ihrem Anwesen zu sprechen - es war der Abend des 21. April 1945. Wie es sich herausstellte, war er der letzte Flug der Deutschen Lufthansa aus dem von den Russen beschossenen Berlin. Für etwa 25 Insassen der ,,Condor Hessen'' endete der eigentlich nach Spanien gehende Flug, hier im Wald bei Piesenkofen. Die Zeitzeugin und ehemalige Lehrerin Maria Huber und auch der seit vielen Jahren sich damit befassende Heimatkundler Peter Käser, fanden zu dieser Tragödie Antworten.''
Ausschnitt aus Bericht von Georg Soller in der Vilsbiburg Zeitung, Februar 2020
Der Film befindet sich im Archiv des Mühldorfer und Vilsbiburger Heimatmuseums und ein Film- Screening inklusive Gesprächsrunde fand am 09.02.2020 im Heimatmuseum Vilsbiburg statt. Er wurde auf dem Jugendfilmfestival flimmern&rauschen in München 2020 gezeigt sowie im Fernsehformat LiFE auf münchen.tv. Technische Unterstützung und Equipmentverleih vom Medienzentrum München. Der Film schaffte es auf die Shortlist des Deutschen Menschenrechtsfilmpreis 2020.
Back to Top